Lassard

Werter Musikfreund,
dieses Bandinfo der Hamburger Superband LASSARD soll nicht gefüllt werden mit Metaphern, die zum Himmel schreien. Soll nicht verklären, hochjazzen, überborden, upflashen oder sonstiges PR-Brainwashing betreiben, um eine Band in den Himmel zu loben. Brauchen LASSARD auch gar nicht, sie sind nämlich schon längst ganz oben. Hah! Oder fast. Okay, nicht lustig. Nochmal: Gegründet 2004, erste EP „A Girl Called Delorean“ mit Rezensionen in Intro, Visions und Uncle Sallys, folgt 2006 das Album „Making Out On Satellites“. College-Rock und Indie-Pop auf den Spuren von Motion City Soundtrack, Maritime und Jimmy Eat World. Die Welt ist hin- und hergerissen. Doch die Welt ist nicht genug.
LASSARD werden hochmütig, touren wie beknackt durch ihr Heimatland, spielen in Zirkuszelten, in 5-Quadratmeter-Küchen (das Publikum schaut durchs Fenster) oder in stillgelegten Tankstellen. Freunden sich im Suff mit gefährlichen Leuten an und hören im Tourbus Ben Folds Five oder Bobby Darin.
2009 folgt die EP „Dancing In Fountains“, zur Release-Party verirren sich 200 Menschen in die ehemalige Tanzhalle, werfen die Hände in die Luft und tanzen barfuß. Was für ein Trip. Eine Woche später schreibt die MOPO über den gleichen Ort: „Razzia in der Drogenhölle“. Verdammt, denkt die Band, wieder zur falschen Zeit am falschen Ort.